Kupfer (1mm) wird mit der Blechschere zugeschnitten, die scharfen Kanten mit der Feile entgratet, jede Platte extra eingefärbt und ausgewischt. Die Anordnung von bis zu 20 Teilstücken auf dem Drucktisch darf nicht verrutschen. Die übrigen Arbeitsschritte entsprechen der traditionellen Linienätzung oder Aquatinta.
Im ersten Fall wird eine dünne Schicht Ätzgrund aufgewalzt (Mischung aus Wachs und Bitumen). In den wird das Motiv mit der Nadel gezeichnet und dann im Säurebad (Fe C 3) geätzt. Die Platten können unterschiedlich eingefärbt werden. Nach dem Auswischen bleibt die Farbe in den vertieften Linien. Die Presse überträgt die Zeichnung auf das feuchte Papier. Bei der Auquatinta wird Kolophoniumstaub aufgeschmolzen. Zwischen den Staubkörnern ätzt die Säure ein haarfeines Liniennetz, das wie ein Raster die Farbe aufnimmt und den flächigen Abdruck ergibt.